Ausstellungstexte

Barbara Neuhäuser

Barbara Neuhäuser

Barbara Neuhäuser

Ausstellung "Pflanzengeschöpfe und andere Wesenheiten"

BBK Braunschweig, 30.5. 2010, Botanischer Garten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kunst und der Natur,

als ich gestern noch einmal den endgültigen Ausstellungsaufbau in Augenschein nahm, konnte ich  schon viele Menschen beobachten, die vor den Arbeiten von Barbara Neuhäuser verweilten. Sie fühlten sich angezogen von den Holzskulpturen, die sich hier für einen begrenzten Zeitraum im Botanischen Garten ihren Platz gesucht haben. Als plastische Zeichen ziehen sie unsere Blicke an, ändern unser Blickfeld und geben dem Garten stellenweise eine neue Ordnung. Manche  Figuren  bleiben eher im Verborgenen, haben sich in den Schatten unter den alten Bäumen begeben, andere haben sich bereits ganz organisch in das vorgefundene Gartenbild eingefügt.  Eine ganze Gruppe von stelenhaften Figuren schaut aus dem Gebüsch. Als seien sie der Natur entstiegene Geister, schwingen die wie in Scheiben gewachsenen lemurenhaften Körper in einem stummen Rhythmus. Wie stille Mahner. Boote haben sich in der Nähe des Ufers ausgelegt. Eine indianische Säule erhebt sich in einer Lichtung. Ein Paar in Zwiesprache, eine weibliche Halbfigur.

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Manfred Fischer

Manfred Fischer - Gegenüberbilder

Manfred Fischer

Eröffnung Manfred Fischer BBK Braunschweig

23.04.2009 

Sehr geehrte Damen und Herren, Freunde und Freundinnen der Kunst,

immer wieder versammeln sich Menschen inmitten von Bildern ihrer selbst. Heute ist es die Ausstellung „Gegenüberbilder“ von Manfred Fischer, die Gelegenheit gibt, sich in einen anschaulichen persönlichen Dialog mit dem Bild des Menschen zu begeben. 

Das Menschenbild hat in unserer Kultur einen hohen Stellenwert. Als eines der frühesten Bilder überhaupt ist die Erschaffung des Menschen als Abbild Gottes in der christlichen Schöpfungsgeschichte anzusehen. Von daher begründet sich letztlich die lange Geschichte des Menschenbildes in der abendländischen Kunst in seinen Ausprägungen zwischen abstraktem Schema und Abbild, Transzendenz und Naturalismus. Seither wird der Mensch nicht müde, seinem Ebenbild in der Kunst immer wieder neue Facetten abzugewinnen. Ein faszinierendes Motiv ist besonders der Kopf als pars pro toto, weil jedes Antlitz etwas zur Anschauung bringt, in dem der Betrachtende ein Gegenüber findet. Er wird im Bild eines anderen gleichsam seiner selbst ansichtig, wird angeschaut und anschauend spiegelt er sich als Teil der Menschheit.

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Ingo Lehnhoff bei Buch und Kunst

Ingo Lehnhoff

Ingo Lehnhoff 2009, Leser, Öl auf Leinwand, 70x100 cm

BUCH und KUNST 25 Jahre

1. September 2009


Liebe Freunde und Freundinnen des Buches und der Kunst, lieber Mike,

25 Jahre hat ein gar nicht so kleines Buchantiquariat mit angeschlossener Kunstgalerie der Tendenz zum Internetshoppen und den globalen Kettenläden getrotzt und feiert heute Geburtstag. Ich gratuliere, dass seine urigen, mit einer Stichsäge selbst hergestellten Bücherregale weiterhin Schätze für uns feilhalten können. Obschon bereits im Gründungsjahr 1984 mit dem ersten Macintosh-Computer die Konkurrenz eine wichtige Position besetzte, lässt Mike sich nicht unterkriegen und tippt seine Rechnungen unverdrossen bis heute auf einer Monica von Olympia.

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